Erkältete Frau, putzt sich die Nase

Krankheit in der Yoga-Philosophie versteht Symptome als Botschaft: Dein Körper, dein Geist und dein Energiesystem sind aus dem Gleichgewicht. In diesem Beitrag zeige ich, was „Vyadhi“ bedeutet, welche Ursachen dahinterstehen – und wie du mit Yoga achtsam zurück in Balance findest. 🌺 

Storytime

Vor ein paar Tagen hat mich mein Körper ausgebremst. Ich war krank – zum gefühlt schlechtesten Zeitpunkt überhaupt. Ich hatte Pläne. To-do-Listen. Bilder im Kopf, wie die Woche funktionieren sollte.

Doch mein Körper hatte andere Pläne.
Er hat gesagt: „Stop. Du brauchst Ruhe.“

Im ersten Moment war da Widerstand, Frust, vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen.
Aber dann erinnerte ich mich daran, was die Yoga-Philosophie über Krankheit sagt.

Nicht als Feind.
Nicht als Fehler.
Sondern als Botschaft.


🕉️ Was sagt Yoga über Krankheit?

In der Yoga-Philosophie wird „Krankheit“ (Sanskrit: Vyadhi) nicht isoliert betrachtet.
Sie ist kein bloßes körperliches Symptom, sondern Ausdruck eines tieferliegenden Ungleichgewichts – auf körperlicher, geistiger und energetischer Ebene.

Hier sind die wichtigsten Perspektiven:


🌿 1. Körper und Geist sind eins

Yoga geht davon aus, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind.
Krankheit kann körperlich sichtbar werden – aber ihren Ursprung im Geist haben.

Beispiele:

  • Etwas „liegt dir schwer im Magen“ → Verdauungsprobleme
  • Du „trägst die Welt auf den Schultern“ → Nackenverspannungen
  • Du „brennst aus“ → Erschöpfung, Infekte, Schlaflosigkeit

Aus yogischer Sicht ist der Körper oft der letzte Ort, an dem sich ein tiefes Ungleichgewicht zeigt.


✨ 2. Krankheit als karmischer Lehrweg

In traditionellen Lehren wird Krankheit manchmal auch mit Karma verbunden – nicht im strafenden, sondern im lehrenden Sinn.
Das, was wir erfahren, „spiegelt“, wo wir innerlich stehen.
Manche körperlichen Herausforderungen wollen uns erinnern:

„Was soll ich daraus lernen?“
„Wo darf ich wachsen?“

Nicht alles muss geheilt werden.
Manches darf verstanden werden.


🌬️ 3. Blockaden im Energiefluss (Prana)

„Krankheit ist Energie in Stagnation.“
In Yoga spricht man vom Prana – der Lebensenergie, die durch uns fließt.
Wenn sie gestaut oder blockiert wird, entstehen Beschwerden.

🧘‍♀️ Yoga, Pranayama (Atemtechniken) und Meditation helfen, diesen Fluss wieder zu aktivieren – nicht durch Anstrengung, sondern durch Bewusstsein.


🌸 4. Achtsamkeit statt Widerstand

Eine der wichtigsten yogischen Haltungen:
Santosha – die Kunst der Akzeptanz.

Nicht: „Ich will nicht krank sein.“
Sondern: „Was will mein Körper mir sagen?“

Krankheit kann bewusst gelebte Pause sein.
Raum für Rückzug. Innenschau. Sanftheit.


🌱 5. Selbstverantwortung & Prävention

Das Prinzip Ahimsa – Gewaltlosigkeit – gilt auch sich selbst gegenüber.
Wenn du ständig über deine Grenzen gehst, dich erschöpfst, deinen Körper überhörst, mutest du ihm Gewalt zu.

Yoga lehrt:

„Bevor du brennst, entzünde Licht in dir.“
Rückzug ist kein Rückschritt. Es ist Heilung.

🚑 6. Moderne Medizin: Symptome behandeln statt Ursache erkennen?

In unserer Gesellschaft passiert etwas Seltsames:
Wir merken, dass wir krank werden – und was machen wir?
Wir gehen zum Arzt, holen uns ein Rezept, werfen Schmerztabletten oder Antibiotika ein… und machen weiter.

Wir bekämpfen das Symptom.
Aber nicht den Grund.

Krankheit wird als Unterbrechung des Alltags gesehen, nicht als Einladung zur Umkehr.
Wir „schalten den Alarm ab“, statt das Feuer zu löschen.

„Ich hab keine Zeit für Krankheit.“
„Ich funktioniere einfach weiter.“
„Gibt’s da was Schnelles, damit ich wieder fit bin?“

Doch das ist gefährlich.
Weil wir so den Kontakt zu unserem Körper verlieren.
Weil wir den Flüsterton überhören – und erst zuhören, wenn es laut wird.
Burnout, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Depression.

Yoga lädt uns ein umzudenken.
Nicht „Wie werde ich schnell wieder gesund?“
Sondern:
„Was will mein Körper mir sagen?“
„Warum tut er weh?“
„Wo habe ich über meine Grenzen gelebt?“

Wenn wir Krankheit nur „wegmachen“,
verpassen wir die Chance, uns selbst zu verstehen.
Und tragen das Ungleichgewicht mit in die nächste Runde.

🌿 Heilung heißt nicht immer: „Ich steh wieder auf.“
Manchmal heißt es: „Ich leg mich hin und höre zu.“🥦

Ausgewogene Ernährung & sinnvolle Supplemente

In der Krankheit in der Yoga-Philosophie geht es nicht nur darum, Symptome zu lindern, sondern Körper, Geist und Energie wieder in Einklang zu bringen.
Eine bewusste, pflanzenbasierte Ernährung unterstützt deinen Körper in Phasen von Stress, Anspannung oder Erschöpfung und hilft, deine Energie langfristig stabil zu halten.

Ergänzend können ausgewählte Supplemente helfen, Nährstofflücken zu schließen – besonders dann, wenn du viel leistest oder dein Nervensystem stark beansprucht ist.
Ich verwende selbst zwei Essentials, die mich im Alltag optimal unterstützen:

  • 🌿 Veganer All-in-One-Komplex* – bündelt wichtige Mikronährstoffe und ist ideal, wenn’s mal schnell gehen muss.
  • 💫 Magnesium-Komplex* – unterstützt Muskeln, Nerven und Schlafqualität – besonders hilfreich bei Stress oder körperlicher Anspannung.

Affiliate-Links – ich erhalte eine kleine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.

Wichtig: Supplemente sind keine Ersatzlösung, sondern eine Ergänzung zu einem gesunden Lebensstil. Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder gesundheitliche Beschwerden hast, sprich vorab mit medizinischem Fachpersonal.

🪷 Fazit: Krankheit als Einladung

Krankheit ist mehr als ein „Ausfall“.
Sie ist eine Einladung – zur Reflexion, zur Ruhe, zum Lauschen.

Yoga erinnert uns daran,
dass Gesundheit kein Zustand ist,
sondern ein Fluss – ein Raum zwischen Tun und Sein,
zwischen Leistung und Regeneration.

Wenn du das nächste Mal krank wirst, frag dich nicht nur:
„Wie werde ich schnell wieder gesund?“
Sondern auch:
„Warum genau jetzt? Was braucht mein Körper – und was vielleicht meine Seele?“

🌿
Heilung beginnt im Zuhören.

Hände beim Meditieren

Wenn du tiefer in die Verbindung von Körper und Geist eintauchen möchtest, lies gern meinen Artikel:
👉 „Ruhe finden statt funktionieren – die Wirkung von Yin Yoga auf Körper und Geist

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